Gaminger Initiative

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    Die Ziele unserer Arbeit

    Das ursprüngliche Ziel der „Gaminger Gespräche“ war, die Militär- und Reservistenvereinigungen Österreichs, der Schweiz und Deutschlands mit den sich nach der politischen Wende neu bildenden Militär- und Reservistenvereinigungen mittelosteuropäischer Staaten zusammenzuführen und unter Einbeziehung von Politikern und aktiven Soldaten eine vertrauensvolle Basis für gegenseitige Information und Zusammenarbeit zu schaffen.

    Dieses Ziel wurde inzwischen erreicht. Die „Gaminger Initiative“ ist eine anerkannte Institution geworden, die auch enge Beziehungen zu CIOR/CIOMR unterhält. In einem „Memorandum of Understanding“ ist die Zusammenarbeit geregelt. Es ist zudem gelungen, einen auf der historischen Bedeutung Gamings beruhenden „genius loci“ zu entwickeln, der gegenseitiges Vertrauen mit der Bereitschaft verbindet, gemeinsam einen Beitrag zur Förderung des Friedens und des Zusammenwachsens unserer Staaten zu leisten. Mit der Institutionalisierung wurde eine Erweiterung der Zielsetzung verbunden: Es galt nunmehr, die Bildung starker, von Politik und Streitkräften anerkannter Offiziers- und Reservistenvereinigungen zu unterstützen und laufend zu betreuen, um sie in die Lage zu versetzen, auf einer Ebene unterhalb von Politik und Streitkräften im Sinne nationaler und internationaler Verteidigungsbereitschaft und gemeinsamer Sicherheit zu wirken.

    Heute interessiert hauptsächlich die Entwicklung von Berufsarmeen und der Verwendung von Reservisten. Dabei geht es darum, zu verhindern, dass die stark verkleinerten Streitkräfte den Kontakt mit der Gesellschaft verlieren und sicherzustellen, dass die benötigten Spezialisten und Reservisten sinnvoll ausgebildet und eingesetzt werden können. Es ist zu beobachten, dass bereits jetzt schon alle Mitgliedsländer, vor allem wegen der heutigen Finanzknappheit, die Probleme der engern Landesverteidigung vernachlässigen. Da die Auslandseinsätze überall Priorität genießen, fehlt es an geistigem und finanziellem Potential für die Erledigung der eigenen "Hausaufgaben" d.h. an der zweckmäßigen Ausbildung und Ausrüstung der Reserve für die Einsätze im eigenen Land, u.a. für die Katastrophenhilfe, die Existenzsicherung und die Landesverteidigung gegenüber den modernen, unorganisierten oder schwer fassbaren Gegnern. Dies herrauszuarbeiten und zu kommunizieren ist ein weiteres wichtiges Anliegen der Gaminger Initiative.

    Den „etablierten“ Offiziersgesellschaften aus Italien, Österreich, der Schweiz sowie dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. kam und kommt deshalb die besondere Aufgabe zu, den Militärvereinigungen der mittelosteuropäischen Staaten zu helfen, leistungsfähige Strukturen aufzubauen, die es ihnen ermöglichen,

    • als legitime Vertreter der Interessen ihrer Mitglieder, insbesondere ihrer Reservisten, aufzutreten,
    • als "Schaltstelle" zwischen diesen und ihren Streitkräften zu dienen,
    • dazu beizutragen, die Streitkräfte nach dem Vorbild der westlichen Demokratien und den Zielsetzungen der "Partnerschaft für den Frieden" in die jeweiligen nationalen Gesellschaften zu integrieren und
    • die Sicherheitspolitik ihrer Staaten im zivilen Umfeld verständlich zu machen und damit ihre Verteidigungsfähigkeit und -bereitschaft zu fördern.

    Die Reservisten sollen als freie Bürger und Soldaten ihrem Vaterland und als Bindeglied zwischen Gesellschaft und Streitkräften dienen. Sie sind als Staatsbürger in Uniform „twice a citizen“, wie es einst Sir Winston Churchill formulierte.
     

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